Schlagwort: Softwareentwicklung

Anwendungssymbol mit C# extrahieren 👍 👎

Desktop-Anwendungen (*.exe) enthalten häufig ein Programmsymbol, welches insbesondere im Windows Explorer und auf der Taskleiste angezeigt wird. Das Ermitteln dieses Anwendungssymbols, beispielsweise für eigene Auflistungen, ist sehr einfach über Icon.ExtractAssociatedIcon() realisierbar:
Anwendungssymbol extrahieren
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using(Icon icon = Icon.ExtractAssociatedIcon("devenv.exe")) {      // Programmsymbol als *.ico-Datei speichern    using(FileStream fileStream = File.OpenWrite("devenv.ico")) {        icon.Save(fileStream);    }
// Programmsymbol als *.png-Datei speichern using(Bitmap bitmap = icon.ToBitmap()) { bitmap.Save("devenv.png", ImageFormat.Png); }}
Bitte beachtet wie üblich in solchen Fällen, dass die Verwendung der Grafik rechtlich eingeschränkt sein kann.

Arbeitsplatz mit C# sperren 👍 👎

Das Sperren des Arbeitsplatzes lässt sich unter Windows beispielsweise über die Tastenkombination [Win] + [L] erreichen. Aber auch mit C# lässt sich dies sehr einfach per LockWorkStation und DllImport bewerkstelligen:
Wrapper implementieren
01020304
public static class Workstation {    [DllImport("user32", EntryPoint = "LockWorkStation")]    public static extern bool Lock();}
Die Verwendung gestaltet sich nun äußerst einfach und selbsterklärend:
Wrapper verwenden
01
Workstation.Lock();

Base64-Kodierung mit C# 👍 👎

Zur verlustfreien Speicherung und Übertragung von Binärdateien als Text kommt häufig die Base64-Kodierung zum Einsatz. C# unterstützt die (De-)Kodierung dieser Daten in ihrer üblichen Darstellungsform als Zeichenkette sehr komfortabel über die beiden Methoden Convert.ToBase64String und Convert.FromBase64String:
Base64-Konvertierung
01020304
byte[] input = Encoding.UTF8.GetBytes("Hällö!");   // [72, 195, 164, 108, 108, 195, 182, 33]
string base64 = Convert.ToBase64String(input); // "SMOkbGzDtiE="byte[] output = Convert.FromBase64String(base64); // [72, 195, 164, 108, 108, 195, 182, 33]
Die verbreitete Darstellung mit Zeilenumbrüchen nach jeweils 76 Zeichen wird durch die Option Base64FormattingOptions.InsertLineBreaks ermöglicht.

Spannender als mit einer einfachen Zeichenkette ist dieses Vorgehen natürlich bei komplexen Dateien, wie sie beispielsweise im Zusammenhang mit X.509-Zertifikaten auftreten. Praktisch ist dies, da die kodierte Zeichenkette nur noch aus lesbaren ASCII-Zeichen besteht und folglich keine Probleme mit Zeichensätzen zu erwarten sind. Darüber hinaus können derart kodierte Grafiken beispielsweise direkt in Webseiten eingebettet werden.

Offensichtlich sollte dieses Verfahren jedoch nicht zur "Verschlüsselung" sensibler Daten verwendet werden.

Richtlinien für grafische Benutzeroberflächen unter Windows 👍 👎

In einem früheren Beitrag hatte ich bereits die Framework Design Guidelines verlinkt, welche einen Leitfaden zur Implementierung von Backend-Funktionalität, insbesondere in Form von Programmbibliotheken, darstellen.

Nun wurde ich auf die OS X Human Interface Guidelines aufmerksam gemacht und in diesem Zusammenhang gefragt, ob es so etwas auch für Windows gibt. Auch von Microsoft gibt es entsprechende Informationen: Im Windows Dev Center lassen sich viele weitere Hinweise zur Entwicklung eigener Anwendungen finden.


PS: Der Vollständigkeit wegen sei auch auf Material design von Google hingewiesen.

(De-)Kompression mit C# 👍 👎

Zwar ist Speicher heutzutage üblicherweise keine Mangelware mehr, dennoch kann sich die Komprimierung großer Datenmengen, beispielsweise zur Übertragung, lohnen. C# bietet dazu einige Möglichkeiten, so unter anderem zur Arbeit mit ZIP-Archiven. Zu diesen möchte ich jedoch in einem separaten Beitrag kommen und stattdessen zeigen, wie sich mit der DeflateStream-Klasse beliebige Daten(-ströme) (de-)komprimieren lassen:
(De-)Komprimierung von Rohdaten
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  // Daten komprimierenpublic static byte[] Compress(byte[] data) {    using(MemoryStream inStream = new MemoryStream(data)) {        using(MemoryStream outStream = new MemoryStream()) {            using(DeflateStream deflate = new DeflateStream(outStream, CompressionMode.Compress)) {                inStream.CopyTo(deflate);            }
return outStream.ToArray(); } }}
// Daten dekomprimierenpublic static byte[] Decompress(byte[] data) { using(MemoryStream inStream = new MemoryStream(data)) { using(MemoryStream outStream = new MemoryStream()) { using(DeflateStream deflate = new DeflateStream(inStream, CompressionMode.Decompress)) { deflate.CopyTo(outStream); }
return outStream.ToArray(); } }}
Um beispielsweise komplette Dateien effizient zu (de-)komprimieren, kann wie folgt vorgegangen werden:
(De-)Komprimierung von Dateien
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  // Datei komprimierenpublic static void CompressFile(string inputPath, string outputPath) {    using(FileStream inStream = File.OpenRead(inputPath)) {        using(FileStream outStream = File.OpenWrite(outputPath)) {            using(DeflateStream deflate = new DeflateStream(outStream, CompressionMode.Compress)) {                inStream.CopyTo(deflate);            }        }    }}
// Datei dekomprimierenpublic static void DecompressFile(string inputPath, string outputPath) { using(FileStream inStream = File.OpenRead(inputPath)) { using(FileStream outStream = File.OpenWrite(outputPath)) { using(DeflateStream deflate = new DeflateStream(inStream, CompressionMode.Decompress)) { deflate.CopyTo(outStream); } } }}
Sofern zusätzlich verschlüsselt werden soll, worauf ich in einem separaten Beitrag näher eingehen möchte, ist eine sinnvolle Reihenfolge zu beachten. Diese trägt zwar, abgesehen von kleineren Umständen bei unberechtigten Entschlüsselungsversuchen, nicht wesentlich zur Sicherheit an sich bei – wohl aber zur erzielbaren Kompression.

Die (verlustfreie) Datenkompression basiert hauptsächlich auf Redundanzreduktion. Es werden also Muster der Eingabe erkannt und kompakter kodiert. Derartige Muster sollten nach einer ordnungsgemäßen Verschlüsselung jedoch nicht auftreten, d. h. die Ausgabe wirkt ohne Schlüssel weitestgehend zufällig. Verschlüsselte Daten lassen sich entsprechend schlecht komprimieren und so lässt sich sogar recht einfach prüfen, ob eine Verschlüsselung grobe Fehler aufweist – nämlich genau dann, wenn eine signifikante Kompression des Chiffrats möglich ist.

Konkret bedeutet dies also für die Praxis üblicherweise, zuerst zu komprimieren und danach zu verschlüsseln.

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