Schlagwort: ASP.NET MVC

Hintergrundaufgaben unter ASP.NET ausführen 👍 👎

Im Vergleich zu manch anderen Laufzeitumgebungen für Web-Anwendungen ist es bei ASP.NET auch hier recht einfach, Aufgaben im Hintergrund (beispielsweise über separate Threads) auszuführen. Obwohl das grundsätzlich jederzeit sehr einfach – abgesehen von den inhärenten Schwierigkeiten, die Nebenläufigkeit mit sich bringen kann – möglich ist, ist das einfache Vorgehen, wie man es aus dem Desktop-Bereich kennt, fehleranfällig.

Im einfachsten Fall würde man asynchron per Task.Run(…) (als mit häufig genutzten Standardwerten vorbelegte Abkürzung für Task.Factory.StartNew(…)) zur Verwendung des Standard-Thread-Pools oder manuell per Thread-Klasse arbeiten. Dies ist jedoch insofern problematisch, als dass die ASP.NET-Anwendungsdomäne davon nicht benachrichtigt wird und daher beispielsweise einerseits auf die Beendigung des Vorgangs nicht gewartet und andererseits auf das Herunterfahren des Arbeitsprozesses nicht reagiert werden kann.

Bereits seit längerer Zeit werden daher u. a. die beiden Methoden RegisterObject und UnregisterObject der HostingEnvironment-Klasse zur Verfügung gestellt, deren Verwendung jedoch etwas umständlich ist und auf Grund neuerer Möglichkeiten, die gleich im Anschluss vorgestellt werden, an dieser Stelle nicht weiter ausgeführt werden soll. Wir verwenden stattdessen die seit .NET 4.5.2 verfügbare QueueBackgroundWorkItem-Methode:
Hintergrundaufgabe hinzufügen
010203
HostingEnvironment.QueueBackgroundWorkItem(cT => {    /* Implementierung der Aufgabe */});
Etwas ungeschickt ist es jedoch, wenn dies beispielsweise in einem separaten Projekt ausgelagert werden soll, um jeweils von einer Desktop- und Web-Anwendung darauf zuzugreifen – außerhalb der ASP.NET-Laufzeitumgebung ist die Verwendung dieser Methode nämlich nicht möglich. Daher stellen wir für diesen Fall eine Alternative zur Verfügung, um zumindest ähnliches Verhalten für alle Anwendungsfälle zur Verfügung zu stellen:
Hilfsmethode (inkl. Fallback) implementieren
010203040506070809101112
public static class TaskUtility {    public static void DoBackgroundWork(        Action<CancellationToken> action,        CancellationToken cancellationToken = default(CancellationToken)    ) {        if(HostingEnvironment.IsHosted) {            HostingEnvironment.QueueBackgroundWorkItem(action);        } else {            Task.Run(() => action(cancellationToken), cancellationToken);        }    }}
Hilfsmethode verwenden
010203
TaskUtility.DoBackgroundWork(cT => {    /* Implementierung der Aufgabe */});
Alternativ wäre es natürlich auch möglich, nur die eigentliche Aufgabe auszulagern und dann anwendungsspezifisch zu starten. Weiterführende Informationen zur Verwendung des CancellationToken stellt das MSDN insbesondere über die Struktur CancellationToken und die Klasse CancellationTokenSource zur Verfügung.

Quelltext des .NET-Frameworks veröffentlicht 👍 👎

Einige werden es bereits erfahren haben, dennoch möchte auch ich darauf hinweisen, dass Microsoft weitere große Teile des .NET-Frameworks öffentlich zur Verfügung stellt. Unterstützt wird das Vorhaben durch Roslyn.

Die Inhalte sind dabei durchgängig interaktiv gestaltet und stehen unter der Reference Source License.

Datei per ASP.NET MVC hochladen 👍 👎

Vor einiger Zeit hatte ich bereits beschrieben, wie sich eine Datei per ASP.NET MVC ausliefern lässt. Ergänzend dazu möchte ich mit diesem Beitrag erklären, wie sich Dateien per ASP.NET MVC einfach hochladen lassen.

Zuerst erstellen wir eine minimale Ansicht (im Beispiel für eine Galerie) mit einem entsprechenden Formular:
View: ~/Views/Gallery/Upload.cshtml
010203040506
@using(Html.BeginForm("Upload", "Gallery", FormMethod.Post, new {    enctype = "multipart/form-data"})) {    <input type="file" name="file" />    <input type="submit" />}
Zur Verarbeitung verwenden wir die folgende einfache Methode im Controller:
Controller: ~/Controllers/GalleryController.cs
010203040506070809
public class GalleryController : Controller {    public ActionResult Upload(HttpPostedFileBase file = null) {        if(file != null) {            file.SaveAs(file.FileName);        }
return View(); }}
Über HttpPostedFileBase stehen uns – wie im Beispiel ersichtlich – insbesondere die Eigenschaft FileName mit dem ursprünglichen Dateinamen, sowie die praktische Methode SaveAs(…) zur Verfügung.

Auch mehrere Dateien hochzuladen ist kein Problem, dazu müssen wir der Methode Upload lediglich ein HttpPostedFileBase-Array übergeben:
Controller: ~/Controllers/GalleryController.cs (multiples Hochladen)
0102030405060708091011
public ActionResult Upload(HttpPostedFileBase[] files = null) {    if(files != null) {        foreach(HttpPostedFileBase file in files) {            if(file != null) {                file.SaveAs(file.FileName);            }        }    }
return View();}
Nun können wir in der Ansicht mehrere Felder zur Auswahl einer Datei anbieten:
View: ~/Views/Gallery/Upload.cshtml (multiples Hochladen)
0102030405060708
@using(Html.BeginForm("Upload", "Gallery", FormMethod.Post, new {    enctype = "multipart/form-data"})) {    <input type="file" name="files" />    <input type="file" name="files" />
<input type="submit" />}

Benutzerdefinierte Validierung unter ASP.NET MVC 👍 👎

Sehr praktisch unter ASP.NET MVC sind Attribute zur Validierung in Models. Standardmäßig bietet das .NET-Framework im Namensraum System.ComponentModel.DataAnnotations beispielsweise die Attribute Range, Required und StringLength, deren Verwendung wohl selbsterklärend sein dürfte.

Manchmal benötigt man jedoch etwas speziellere Validierungen und möchte naheliegenderweise dennoch auf eine einheitliche Vorgehensweise setzen. Hierfür steht das (abstrakte) Attribut Validation zur Verfügung, von welchem wir eine konkrete Implementierung für unser Vorhaben ableiten können.

Für unser Beispiel möchten wir ein Attribut zur Validierung implementieren, welches angibt, dass ein Feld (üblicherweise indirekt aus einem Formular vom Benutzer befüllt) mindestens eine Ziffer, zwei Großbuchstaben und drei Kleinbuchstaben enthalten muss. Wir halten es bewusst einfach, um uns auf den Kontext zu konzentrieren:
Benutzerdefiniertes Attribut zur Validierung implementieren
010203040506070809101112131415161718
[AttributeUsage(AttributeTargets.Property)]public class PasswordAttribute : ValidationAttribute {    public override bool IsValid(object value) {        string val = value as string;
if(!String.IsNullOrWhiteSpace(val)) { return ( val.Count(c => Char.IsDigit(c)) >= 1 && val.Count(c => Char.IsUpper(c)) >= 2 && val.Count(c => Char.IsLower(c)) >= 3 ); } else { return false; } }}
Dies ist eine sehr grundlegende Implementierung, die sich durchaus noch erweitern (und optimieren) lässt. Grundsätzlich genügt dieses Vorgehen jedoch bereits, um Verwendung zu finden. Das Attribut wird dazu wie üblich über der entsprechenden Eigenschaft der Model-Klasse deklariert:
Benutzerdefiniertes Attribut zur Validierung verwenden
01020304050607
public class User {    [Password]    public string Password {        get;        set;    }}
Eine allgemeine Einführung zum MVC-Framework möchte ich gerne in einem späteren Beitrag liefern.

Datei per ASP.NET MVC ausliefern 👍 👎

Häufig möchte man auf seiner Webpräsenz nicht nur mit HTML-Ansichten arbeiten, sondern beispielsweise auch Dateien zum Herunterladen anbieten. Das ist selbstverständlich auch unter ASP.NET MVC kein Problem, sondern erfordert lediglich eine Aktion mit dem Rückgabetyp FileResult.

Hierbei handelt es sich jedoch um eine abstrakte (Basis-)Klasse, konkrete Implementierungen stehen mit FileContentResult, FilePathResult und FileStreamResult zur Verfügung. Wir begnügen uns mit einem minimalistischen Beispiel und verwenden FilePathResult – was soweit selbsterklärend sein dürfte:
Download-Aktion im Controller "Gallery"
01020304050607
public class GalleryController : Controller {    public FileResult Download() {        return new FilePathResult(@"X:\Pfad\zur\Datei\MeinBild.png", "image/png") {            FileDownloadName = "Bild.png"  // Dateiname für Benutzer festlegen        };    }}
Sofern FileDownloadName gesetzt wird, sollte der Browser die Datei automatisch zum Speichern anbieten, ansonsten greift das jeweilige Standardverhalten. Weitere Möglichkeiten bieten euch die bereits erwähnten anderen Implementierungen, natürlich könnt ihr auch jederzeit selbst welche für eure eigenen Bedürfnisse ableiten.

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